Königskind
Strophe 1 Endlose Zeiten war der Fluß zwischen ihnen früher heiß, dann später brennend kalt auf beiden Seiten stand ein Haus auf Ruinen und der Weg, der sie verband, war alt
Strophe 2 Durch eine Brücke ward der Fluß überwunden doch sie fiel des nachts in ihn hinein und ihre Stücke, sagt man, sind nicht versunken denn das schwere Wasser trug den Stein
Refrain Der Wind treibt Staub über den Fluß das gleiche alte Lied ahnt er, was noch kommen muß weil er es nie anders sieht
Strophe 3 An einem Baume wog das Blatt leicht im Winde schwach und klein, und wollt nicht anders sein und wie im Traume ließ es los, um zu finden flog ein Stück und suchte ein Daheim
Strophe 4 Sterne verblassen mit der Nacht, Nebelstreifen ziehn durchs Tal; im taugetränkten Gras geht sie gelassen ihren Pfad, wird begreifen was verging, bevor sie es besaß.

© Michael Laudeley. Wo nur die erste Strophe Akkorde hat, gelten sie für alle Strophen. Abdruck und Verwendung nur nach Rücksprache – Kontakt.